Welcher Autoklav ist der Richtige?

 

 1. Klassifizierung des Ladeguts

Nicht alle Sterilisationszyklen sind für alle Arten von Ladegut geeignet. Sterilisatoren der Klasse B können für jede der folgenden Ladegutarten verwendet werden:

  •  nicht verpackte Produkte
  •  verpackte Produkte
  •  hohle oder poröse Produkte
  •  in Einfach- und Doppelverpackung

 

2. Klassifizierung des Zyklustyps

Drei Zyklusklassen sind definiert: N, S und B.

N Zyklus: Sterilisation von nicht verpackten, festen Produkten, zur sofortigen Verwendung - kein Transport oder Einlagerung, keine Hohlkörper oder poröse Produkte.

S Zyklus: Sterilisation von spezifischen Produkten, die vom Hersteller definiert werden. Dieser Zyklus darf nur für jenes Ladegut eingesetzt werden, für das er vorgesehen ist (Herstellerangaben zur Aufbereitung).

B Zyklus: Sterilisation von beliebigem Ladegut: fest, porös, hohl, unverpackt einfach oder doppelt verpackt.

 

3. Konform oder nicht konform?

Wie kann man als professioneller Anwender sicher gehen, dass der Sterilisator voll und ganz den Vorschriften der neuen Europäischen Norm EN13060-2004 entspricht? Indem man die folgende Dokumentation anfordert:

Konformitätserklärung

Verweisung auf die Norm EN 13060-2010

Werksprüfung

Diese abschließende Validierungsprüfung muss bei jedem Sterilisator durchgeführt werden, bevor er für den Gebrauch frei gegeben wird. Sie garantiert dem Anwender, dass alle Zyklen für die vorgesehenen Ladegutarten geeignet sind.

Detaillierte Zyklentabelle:

  • informiert, welche Zyklentypen jeweils zur Verfügung stehen: B, S oder N
  • für welche Ladegutarten die einzelnen Zyklen vorgesehen sind
  • welche maximale Menge an festem bzw. porösem Ladegut jeweils sterilisiert werden kann

 

Zu den weiteren Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten verweisen wir auf die Empfehlungen des RKI .